Überblick
Die Geschichte der Rheinmatrosen, Müllemer Scheffer

Die Historie der Rheinmatrosen

Alles begann, als sie noch "Müllemer Scheffer" hießen!

Die Geschichte der Müllemer Scheffer von 1928 bis 1967

Die ersten Tanzmariechen waren Männer

turnvereinNach 25-jährigem Bestehen der Großen Mülheimer Karnevals-Gesellschaft wurde im Jahr 1928 eine Tanzgruppe gebildet, die sich den Namen „Müllemer Scheffer“ gab. Als eigentlicher Gründer ist der seinerzeitige Senatspräsident Heinrich Linden zu nennen.
Die Tänzer fanden sich bei den Mülheimer Turnvereinen, nämlich dem „MTV-1850“ (Mülheimer Turnverein) der „TGM-1878” (Turngemeinde Mülheim). Damals gab es noch einen Wettstreit, hierfür „auserwählt“ zu werden. Dass schon zu Beginn an auf Leistung gesetzt wurde, zeigt die Besetzung des „Tanzmariechens“ durch einen Mann.
Die zwei ersten Tanzmariechen als Mann waren Erich Samuel (1928–1932) und Peter Mettmann (1932–1935).
Mann als Danäälche

„Dannälchen“, neuer Name für das Tanzmariechen

Erst ab 1936 tanzte Käthe Scheil als erstes weibliches Tanzmariechen, genannt „Dannälche“ (in der Fischersprache „ein kleiner zappeliger Rheinfisch“).
Eine beliebte Aufgabe für das Tanzkorps in jener Zeit war die „Brückenwache“, die Gelegenheit gab, sich auch im Freien mit Tänzen darzustellen – neben einer Sammlertätigkeit (Brückenzoll wurde erbeten) für „wohltätige Zwecke“.
Schon in den ersten 10 Jahren besaß das Tanzkorps „Müllemer Scheffer“ einen hohen Stellenwert, was sich auch in der Darstellung der Sessionsorden von 1935, 1937 und 1939 widerspiegelte.
Während des Zweiten Weltkriegs und den Nachkriegswirren war natürlich keine Zeit „för Fastelovend ze fiere“ und so wurden sämtliche Aktivitäten eingestellt.
Schefferpaar

Zeitweilige Verwendung des kölschen Liedes Heidewitzka, Herr Kapitän, als Nationalhymne

So kam erst 1949 wieder Leben in die karnevalistischen Aktivitäten der Großen Mülheimer und ihres Tanzkorps „ Müllemer Scheffer“. „20 Junge stunden op d’r Bühn mer ehre Els’che un dem Hans“ (Else Erb als erstes Nachkriegs-Dannälche, Hans Lindemann als erster Offizier und Tanzpartner) und rissen wie elektrisiert „de Lück von de Stöhl“, wenn sie den traditionellen „Scheffertanz“ auf die Bretter legten.
Heidewitzka, Herr Kapitän von Karl Berbuer kannte nun die ganze Welt, da es noch keine Nationalhymne gab und Adenauer dieses Lied z.B. beim Staatsempfang in Chicago spielen ließ. Anlass genug sich dieser Popularität des Liedes zu Nutze zu machen und als „Scheffertanz“ einzustudieren.

Das erste Jubiläumsjahr und Bekanntheitsgrad über das Rheinland hinaus

Im Jubiläumsjahr 1953 – 50 Jahre G.M.K.G. – feierte das Tanzkorps bereits sein 25-jähriges Bestehen. Es wurde ein schönes Jahr mit vielen kleinen und großen Auftritten.
Ein Höhepunkt des Tanzkorps wurde 1955 die Fahrt mit einem „Knubbel der Roten Funken“ nach München. Die Auftritte im Deutschen Theater und auf dem Filmball im Augustinerkeller sind besonders beachtenswert. Der große Empfang im Münchner Rathaus durch die Repräsentanten der Stadt unterstrich die Anerkennung des Tanzkorps und die Leistung aller Tänzer. Spitze war natürlich der Auftritt im „Schneefernerhaus“ auf der Zugspitze mit Aufnahmen der Wochenschau und in Garmisch Partenkirchen im Alpenhof.
1956 vermerkte die Presse aufgrund einer Einladung zur 100-Jahr-Feier der KG Saarbrücken: „Tanzkorps der Großen Mülheimer und die Eilemänner begeisterten an der Saar und eroberten Saarbrücken”.
Auch ein Auftritt in der Dortmunder Westfalenhalle mit Willi Schneider als Kölner Abordnung war von großer Bedeutung.
Das Tanzkorps der G.M.K.G. war auf der 50-Jahr-Feier der KG Eulenspiegels Narren zu Aachen im Januar 1957 dabei und im selben Jahr eröffneten die Müllemer Scheffer zusammen mit dem Tanzkorps der Blauen Funken den Fasching in Ruhpolding. Bei der Galavorstellung im Kurhaus waren die kölschen Tänzer absolute Spitze.
1958 war durch eine Auswärtsfahrt gekrönt – die Müllemer Scheffer waren zum Sommerkarneval nach Charloire/Belgien eingeladen, was deren Bekanntheitsgrad widerspiegelt, und konnten sich dort präsentieren.
Die ganzen Jahre hindurch hatte das Tanzkorps am Kölner Rosenmontagszug teilgenommen.
Es haben sich so Freundschaften gebildet, die ewig Bestand haben werden.

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